Das Makroscope, ein unabhängiger Kunstraum im Zentrum von Mülheim an der Ruhr, steht für konzentrierte Formate zwischen Klangkunst, Performance und experimenteller Musik. Die Nähe zwischen Bühne und Publikum schafft eine direkte, intensive Situation.
Der Abend verbindet drei Arbeiten, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Verletzlichkeit, Identität und technologischer Durchdringung auseinandersetzen. Im Zentrum steht nicht das Spektakuläre, sondern das Fragile: der Körper als Resonanzraum, die Stimme als formbares Material, das Meer als Projektionsfläche für Erinnerung und Entgrenzung.
Mikroskopische Prozesse und weite Klangräume greifen ineinander. Organische Strukturen, geklonte Instrumente, modulare Synthese und Projektionen verschieben die Maßstäbe vom Intimen zum Atmosphärischen.
Die Arbeiten von Steffi Weismann, Lisa L. Zwinzscher x Neasa Ní Bhriain und Dana Schechter x Monocube eröffnen einen gemeinsamen Resonanzraum, in dem Körper, Technologie und Umwelt als dynamische Beziehung erfahrbar werden. Der Konzertabend wird so zu einer Untersuchung unserer Gegenwart: hellwach, vielschichtig und von innerer Spannung getragen.